Entstehung und Geschichte

Die Stiftung wurde 1992 mit Sitz in Holzminden gegründet. Die Stiftung setzt sich ein für das Wohlergehen von Pflegekindern und nimmt aktiv Einfluss auf Entwicklungen im Pflegekinderwesen.

Entstanden ist die Idee dieser „Stiftung für Pflegekinder“ bei der beruflichen Begegnung des Pflegevaters Michael Lezius aus Ahnatal bei Kassel mit Dr. Ulrich Stiebel, Mitinhaber des in Holzminden ansässigen Unternehmens Stiebel Eltron GmbH & Co. KG. Michael Lezius berichtete Dr. Stiebel von den vielen Schwierigkeiten, die Pflegeeltern zu bewältigen haben. Fast alle Pflegekinder haben aufgrund ihrer schlimmen Vorerfahrungen, die zu der Unterbringung in der Pflegefamilie führen, massive Probleme, die die Pflegeeltern oft bis an den Rand ihrer Kräfte bringen. Oft fehle es Pflegeeltern an qualitativ und quantitativ guter Beratung und Begleitung. Die Bedürfnisse der Kinder würden oft den Bedürfnissen der leiblichen Eltern hintangestellt. Dieses führe immer wieder zu Rückschritten im Entwicklungsprozess der Pflegekinder. Die noch relativ neuen Erkenntnisse der Bindungs- und Traumaforschung würden im Pflegekinderwesen noch viel zu wenig Beachtung finden.

Schnell reifte der Entschluss, eine Stiftung ins Leben zu rufen, die uneingeschränkt die Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt aller Überlegungen und Aktivitäten stellt. Die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes war geboren. Dr. Stiebel stellte das Stiftungskapital und Räumlichkeiten zur Verfügung. Für das Kuratorium konnten renommierte Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet gewonnen werden, die die Arbeit der Stiftung beratend unterstützen.

In den Anfangsjahren beschränkte sich die Arbeit der Stiftung im Wesentlichen auf die Durchführung von Seminaren im Stiftungshaus in Holzminden. Diese wurden auf ehrenamtlicher Basis von Michael Lezius konzipiert. Im November 1992 wurde eine Geschäftsstelle eingerichtet und Renate Braß-Tarrach wurde mit der Abwicklung aller administrativen Aufgaben betraut. Im April 1994 stellte die Stiftung den Dipl.-Pädagogen Horst Willems für die Weiterentwicklung und Organisation der inhaltlichen Arbeit ein. Herr Willems schied im August 1995 auf eigenen Wunsch aus der Stiftung aus. Von 1995 bis 2009 hatte Angela Reineke diese Stelle inne. Seit April 2009 führt Michael Greiwe die Geschäfte der Stiftung.

Zur wissenschaftlichen und fachlichen Unterstützung konnten renommierte Experten gewonnen werden, die im Rahmen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Kuratoriums die Arbeit der Stiftung unterstützen.

Im Kuratorium sind und waren folgende Experten tätig:

Dr. Gisela Babel, MdB a. D.
RA Heinrich von Bargen
RAin Ingeborg Eisele
Heinzjürgen Ertmer
Henrike Hopp 
Prof. August Huber (aktuelles Mitglied)
Karl Janssen
Klaus-Volker Kempa
Prof. Dr. Christine Köckeritz (aktuelles Mitglied)
RAin Claudia Marquardt 
Prof. Dr. Jörg Maywald 
Dr. Monika Nienstedt
Stefan Ottmann (aktuelles Mitglied)
RAin Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit
Dr. Hans-Henning Pistor
Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo (aktueller Vorstandsvorsitzender)
Waltraud Schoppe
Prof. Dr. Haro Schreiner
Dr. Reinhard Schunke
Prof. Dr. Barbara Veit
Dr. Arnim Westermann
Prof. Dr. Dr. h. c. Gisela Zenz 
Prof. Dr. Maud Zitelmann (aktuelle Vorsitzende)

 

 

19.05.2003, Tag des Kindeswohls, Holzminden, v.l.: Dr. Monika Nienstedt, Dr. Arnim Westermann, Dr. Ulrich Stiebel, Rechtsanwätin Claudia Marquardt, Prof. Dr. Lud- wig Salgo, Prof. Dr. Jörg Fegert