6. Jahrbuch

 „Wie Pflegekindschaft gelingt!“  

Im April des Jahres veröffentlichten wir im Schulz-Kirchner-Verlag das 6. Jahrbuch unter d. o. g. Titel.

Zum Inhalt:
Mehr als 40.000 Kinder mussten von den Jugendämtern im Jahr 2012 in Obhut genommen werden, da sie in ihrer Familie akut gefährdenden Situationen – zumeist körperlichen, seelischen und sexuellen Misshandlungen sowie Verwahrlosung – ausgesetzt waren. Häufig erlitten sie massive Traumatisierungen. Die Lebensperspektive von Kindern, die nicht in ihre Ursprungsfamilie zurückkehren können, ist nicht selbstverständlich gesichert und bedarf einer gesonderten Hilfe und Unterstützung: Sie können einen Neuanfang in Pflegefamilien finden. Wie kann eine solche Pflegekindschaft gelingen? Die vorliegenden Beiträge aus Theorie und Praxis des Familienrechts, der Psychologie, der Sozialarbeit und der Erziehungswissenschaft zeigen, dass sich eine gezielte Vermittlung, eine qualifizierte Begleitung und Unterstützung der Pflegefamilie sowie eine am Kind orientierte Haltung und Vorgehensweise aller Beteiligten immer wieder erkennbar bewährt. Es dokumentiert, wie wichtig die Mitwirkung und das Engagement von Pflegeeltern und allen anderen Beteiligten sind, um die Integration von Kindern in neue Familienbeziehungen erfolgreich zu gestalten. Das Buch schließt an die Themen des 21. Tages des Kindeswohls im April 2012 in Essen an. Die Vorträge der Veranstaltung werden durch weitere Beiträge aus den Fachgebieten Familienrecht, Psychologie, Pädagogik, Sozialarbeit und Erziehungswissenschaften ergänzt und komplettiert. Das Buch zeigt auf, dass sich eine gezielte Vermittlung, eine qualitativ hochwertige Begleitung und Unterstützung der Pflegefamilie sowie am Kind orientierte Haltungen und Vorgehensweisen aller Beteiligten lohnenswert auszahlen. Es wird dokumentiert, welcher großartige Beitrag seitens Pflegeeltern und allen anderen Beteiligten geleistet werden kann, um die Integration von Kindern, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, in Ersatzfamilien erfolgreich zu gestalten.

Mit Beiträgen von:
Mériem Diouani-Streek, Heinzjürgen Ertmer, Michael Greiwe, Stefan Heilmann, Peter Hoffmann, August Huber, Christine Köckeritz, Katrin Lack, Christoph Malter, Ludwig Salgo, Annette Tenhumberg, Barbara Veit, Arnim Westermann, Gisela Zenz.

Schulz-Kirchner Verlag GmbH
1. Auflage 2014
Seiten: 274 ISBN: 978-3-8248-0958-5
Preis: 19,95 €

Seminarprogramm 2016

Seminare in Leipzig, Hamburg, Aachen, Menden, Merzig, Tauberbischofsheim, Sylt, Holzminden, Peine, Nürnberg, Greifswald, Regensburg, Düsseldorf, Miltenberg, Hannover, Bielefeld
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22. Tag des Kindeswohls

22. Tag des Kindeswohls: "Übergänge in die Pflegefamilie gestalten - Kontinuität sichern", Montag, 12.05.2014 in Regensburg
mehr unter "Tag des Kindeswohls"


Hessischer Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre geht an Prof. Dr. Maud Zitelmann

Frankfurt am Main, 16. Dezember 2013.
Prof. Dr. Maud Zitelmann von der Fachhochschule Frankfurt am Main hat am 16. Dezember 2013 den Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre 2013 erhalten. Das Land Hessen honoriert damit außergewöhnliches Engagement in der Lehre und die gezielte Förderung von Studierenden. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. 40.000 Euro sind zur Nutzung für dienstliche Zwecke der Hochschule, insbesondere fachgebundene Aufgaben in der Lehre, vorgesehen, 10.000 Euro stehen der Preisträgerin zur persönlichen Verfügung. 20 Studierende und Absolvent(inn)en hatten die Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit und die Expertin für Kinderschutz und Kindeswohl für den Preis vorgeschlagen. „Als Professorin habe ich die Chance, mich im Rahmen meiner Lehre, Forschung und Praxis auch gegen die strukturell und historisch tief verankerte Gewalt in Familien und Institutionen zu engagieren“, so Prof. Dr. Maud Zitelmann. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und verstehe sie als Ermutigung, interdisziplinär fundierte Grundlagen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung endlich in den Curricula beruflicher Schulen, von Studiengängen der Sozialen Arbeit und den Erziehungswissenschaften sowie für die Lehrämter zu verankern. Dafür danke ich der Jury und allen Studierenden und Fachkräften von ganzem Herzen, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre.“ „Für Maud Zitelmann ist es von Bedeutung, dass die Studierenden neben der Vermittlung von interdisziplinär fundiertem Fachwissen und relevanten Methoden vor allem Handlungskompetenz in Kindesschutz-Fällen erlangen. So können sie Anzeichen von Missbrauch und Gewalt frühzeitig erkennen, fachlich angemessen reagieren und im Ernstfall mit Institutionen der Jugendhilfe, Medizin und Justiz optimal kooperieren“, hebt FH-Präsident Dr.-Ing. Detlev Buchholz hervor. „Durch diese Verschränkung von Theorie und Praxis gelingt es der Preisträgerin, den anwendungsorientierten wissenschaftlichen Ansatz einer Fachhochschule in vorbildlicher Weise einzulösen. Ich gratuliere im Namen der gesamten Hochschule zu dieser bedeutenden Auszeichnung.“ Zitelmann lehrt und forscht seit 2007 am Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit der FH Frankfurt. Ihre methodisch vielfältige Lehre in den Fachgebieten Pädagogik, Psychiatrie, Psychologie und Recht mit engem Praxisbezug schneidet bei der Evaluationen der Studierenden regelmäßig sehr gut ab. In ihrem Vorschlag für den Preis beschrieben die Studierenden Zitelmann als herausragend in der Didaktik, eine Lehrende, „die Sprache der Studierenden spricht und zugleich ihr enormes Fachwissen zu belastenden Themen auch für Anfänger verständlich vermitteln kann“. Um die Studierenden optimal auf ihr studienbegleitendes Praktikum sowie ihre berufspraktische Tätigkeit vorzubereiten, rückt Zitelmann die Lebenserfahrung und Bedürfnisse des seelisch belasteten bzw. gefährdeten Kindes konsequent in das Zentrum ihrer Lehre. Dafür organisiert sie Gastbeiträge medizinischer und juristischer Fachkräfte sowie Besuche bei Gericht und ermöglicht durch die Analyse von Akten von Gerichten, Jugendämtern und Kinderanwälten eine praxisnahe Reflexion von Fällen. Über Mentoring und Studierenden-Sprechstunden hinaus ist Zitelmann auch für Absolvent(inn)en während der ersten Berufsjahre erreichbar. Für die Verbesserung der Lehre am Fachbereich war Zitelmann unter anderem bei der Entwicklung eines Beschwerdeverfahrens für Studierende beteiligt. 2012 initiierte und organisierte sie die interdisziplinäre Vorlesung „Fachtag Kinderschutz“, die nun in das Curriculum des Studiengangs Soziale Arbeit integriert ist und medizinisches, rechtliches und psychosoziales Grundlagenwissen zum Kinderschutz vermittelt. Die Einrichtung des „Forschungsorientierten Kinderhauses“ der FH Frankfurt begleitet Zitelmann konzeptionell-planerisch. Außerhalb der Hochschule ist Zitelmann Vorsitzende im Kuratorium „Stiftung zum Wohl des Pflegekindes“, erforscht und berät Institutionen der Jugendhilfe und hat Träger der Fort- und Weiterbildung bei der Entwicklung von Curricula im Kinderschutz bzw. der Inter­essenvertretung für Kinder begleitet. Zusätzlich engagiert sie sich seit 2007 in der Arbeitsgruppe „IX Kindesvernachlässigung“ des Hessischen Landespräventionsrates. Sie hat die Empfehlungen zu Studium und Fortbildung im „Aktionsplan des Landes Hessen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt in Institutionen“ mitentwickelt. Das Land Hessen und die Hertie-Stiftung vergeben den Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre seit 2007; er ist deutschlandweit die höchstdotierte staatliche Ehrung dieser Art. Gewürdigt werden die Entwicklung und Umsetzung von zukunftsweisenden Lehrkonzepten, Prüfungsmethoden und Beratungsleistungen. Eine 16-köpfige Jury entscheidet über die Preisvergabe. 2008 und 2012 wurden bereits zwei Projekte von Studentinnen der FH Frankfurt ausgezeichnet: der Schülerinnen-Workshop „Was machen Ingenieurinnen?“ und die Ausstellung „Hoch hinaus – FH-Absolvent(inn)en erklimmen die Karriereleiter“.
Infos zum Preis: www.lehrpreis-hessen.de 
Quelle des Artikels: www.fh-frankfurt.de
Broschüre "Hessischer Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre"

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